Tischtennis im TSV Butzbach

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Veröffentlicht von Andrea am 02.07.2021

Oliver Hottinger als Tischtennis-Abteilungsleiter verabschiedet

In der Turnhalle der Degerfeldschule fand am Freitag, den 25. Juni eine Spielerversammlung der Tischtennis-Abteilung des TSV Butzbach statt. Wichtigster Punkt auf der Agenda war die Verabschiedung des Abteilungsleiter Oliver Hottinger, der das Amt seit Mai 2009 bekleidet hat. Hottinger kündigte bereits vor einem Jahr an, bei der nächsten Wahl zum Abteilungsleiter nicht mehr kandidieren zu wollen. Innerhalb der traditionsreichen Abteilung begannen nun zahlreiche Gespräche und Diskussionen, um bei der Suche nach einem Nachfolger für Hottinger Fortschritte zu verzeichnen. Von den in Frage kommenden Tischtennisspielern war leider überwiegend aus beruflichen Gründen keiner bereit, das Amt zu übernehmen. Trotz des bestehenden Vakuums im Vorstand sieht Oliver Hottinger die Tischtennis-Abteilung gut aufgestellt und auf einem guten Weg. Sein Stellvertreter, in Personalunion auch Kassenwart, Marc Bechtel bleibe ebenso im Amt wie auch Schriftführerin Eileen McChesney, die zusätzlich noch den Posten der Jugendleiterin übernommen hat, weil Nathalie Schroeter ausscheidet. Die Mannschaftsführer Wolfram Schinnerling, Christoph Bremer und Lukas Wolf sowie Ulrike McChesney werden auch in Zukunft einen Teil der umfangreichen Vorstandsarbeit bewältigen und sich um die Abteilung kümmern. Die Suche nach einem Nachfolger für den scheidenden Spartenleiter soll natürlich weitergehen.

 

Oliver Hottinger, der die Spielerversammlung ein letztes Mal leitete, verabschiedete sich emotional von den TSV-Tischtennisspielern. „Ich habe in dem Verein viele Freunde gefunden, mit denen ich auch privat einiges unternommen habe und die mir bei diversen Problemen immer hilfreich zur Seite standen. Der Abschied fällt mir sehr schwer“, waren seine Worte. Er hob heraus, dass er Kinder wie z.B. Eileen Mc Chesney, Felix Schinnerling und andere habe aufwachsen sehen, die eine tolle persönliche Entwicklung genommen hätten. Mannschaftsführer Wolfram Schinnerling übergab im Auftrag des Vorstandes einen Präsentkorb und einen Gutschein. Er bedankte sich bei dem scheidenden Abteilungsleiter für sein großes Engagement. „Du bist ein ausgezeichneter Motivator gewesen und konntest u.a. mich dazu bewegen, nach einer Pause von 25 Jahren den Schläger wieder in die Hand zu nehmen“, meinte Schinnerling anerkennend. Der stellvertretende Abteilungsleiter und Kassenwart Marc Bechtel, der an der Versammlung nicht teilnehmen konnte, lobte die sehr gute und intensive Zusammenarbeit mit Hottinger. „Er war sehr ehrgeizig, was die Ziele des Vereins anging und hatte immer neue Ideen, um die Abteilung voranzubringen“, meinte Bechtel, der das gegenseitige Vertrauen besonders herausstellen wollte. Auch im erweiterten Vorstand des TSV habe er stets zielorientiert mitgearbeitet. Seine Aussage fand auch die Bestätigung des 1. Vorsitzenden Michael Rüspeler.

Hottinger, der 2003 zur Tischtennis-Abteilung kam, hat seine Karriere als Spieler in der 4. Mannschaft begonnen. 2004 fasste er den Entschluss, Jugendleiter Christian Löffler bei seiner umfangreichen und so wichtigen Arbeit zu unterstützen. Hottinger stellte viel Geschick und Einfühlungsvermögen im Umgang mit den Jugendlichen und Kindern unter Beweis , erwarb selbst die Übungsleiterlizenz und motivierte junge Spieler, als Trainer tätig zu sein. Die Erfolge des Gespanns Hottinger und Löffler sowie des Übungsleiterstabes sind als überwältigend zu bezeichnen. In einer Saison wurden seinerzeit insgesamt 11 Nachwuchsmannschaften betreut. Viermal traten die Mädchen in der Hessenliga an und auch die Jungen konnten sich dreimal für die höchste hessische Spielklasse qualifizieren. Die Butzbacher Jugendarbeit fand überall im Bezirk Mitte große Beachtung und erntete verdiente Lobeshymnen. Über 10 Jahre wurden die Jugend-Kreisranglisten vom TSV ausgetragen. „Die Hessenmeisterschaften 2016 in der Mehrzweckhalle in Kirch/Pohl-Göns waren natürlich mega und eine große Herausforderung für unsere rührigen Abteilung“, verriet Hottinger, der behauptet, dass Horst Wilmsen und Manfred Streit für ihn gute Lehrmeister gewesen seien. Als Hottinger 2009 die Abteilungsspitze übernahm, lautete seine Zielsetzung, dass ein Verein wie der TSV müsse unbedingt mit der 1. Mannschaft zur Bezirks-Oberliga gehören müsse. Die meisten Tischtennisspieler siedelten seine Worte angesichts der ungünstigen Perspektiven im Utopischen an, gab es doch bei den Aktiven einen kontraproduktiven Stillstand, der auf Grund von schmerzhaften Spielerabgängen sogar mit einem Supergau, Abstieg in die Niederungen der Kreisliga, endete. Einige Jahre später gelang es der Abteilung, die damals von Hottinger ausgegebenen Ziele, bedingt durch eine intensive und sehr effiziente Jugendarbeit, Wirklichkeit werden zu lassen. Der 1. Mannschaft kämpfte sich mit vielen jungen Eigengewächsen bis in die Bezirks-Oberliga durch und auch die 2. Garnitur startet auf Bezirksebene. Als Spieler hat sich Oliver Hottinger keine größeren Meriten verdienen können. „Meine beiden Titel im Doppel bei den Butzbacher Stadtmeisterschaften gemeinsam mit Christian Löffler und mit Christoph Bremer werde ich nie vergessen“! Hottinger will erst einmal Abstand vom Tischtennissport gewinnen, ein Comeback bei seinem Herzensverein TSV Butzbach schließt er nicht aus.

QUELLE: BUTZBACHER ZEITUNG VOM 01.07.2021 BERICHT VON HERMANN BANG

 

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